Dies und das. Mal schaun von was


Einblicke in meine Jugend bis zur Ehe

Ich war 14 Jahre alt und kam auf die Realschule Süd. Längere Schulzeiten die mich wenigstens für ein paar Stunden von meinem Zuhause fernhielt. Ich ging sehr gerne zur Schule, auch wenn es nicht immer leicht war dem Unterricht zu folgen. Ich fehlte allerdings regelmäßig drei Tage im Monat, weil ich meine Periode hatte, die mich schon seit meinem 9ten Lebensjahr begleitete. Ich war wie man so sagt aufgeklärt. Ich wusste wie es biologisch funktionierte, aber das war auch alles. Diese Periode empfand ich als Strafe dafür, ein Mädchen geworden zu sein. Auch in dem Alter konnte ich kaum akzeptieren das ich ein Mädchen war.

Mein Körper allerdings war durchaus weiblich. Vor allem verliebte ich mich ständig in irgendwelche Jungen, die mir aber nie zu nahe kommen durften. Meine Lieben waren immer rein platonisch. So konnte ich ja auch nicht zur “Mülltonne” werden. Ich lernte meine Freundin Sara kennen. Sie half mir in der schwierigen Zeit der Pupertät und ich lernte ein ganz anderes Familienleben kennen, als das, was bei uns herrschte. Besser. Sara war meine Rettung. Durch sie konnte ich immer wieder meinem Zuhause entfleuchen. Wir mussten ja soviel “lernen”.

Auf Partys lernt man auch viel. Sie waren nicht ausschweifend oder falsch. Nur für mich eine ganz andere Welt die ich zuhause nie kennen lernen durfte. Mit 18 lernte ich einen katholischen Jungen kennen. Er hatte ein Auto und hatte Geld. Ihm nachhinein frag ich mich, wieso ich bei dem gelandet bin. Naja, es endete mit einer Ohrfeige und der Gewissheit, das ich nun eine Mülltonne war.

Zuhause war wie immer Krieg und Frieden mit vielen Asthmaanfällen. Scheidung, wieder zurück genommen. Wieder angedrohte Scheidung. Mein Vater trank und ging wieder fremd. Ich regrestiere es, aber versuche es einfach zu vergessen. Aber es war schwer.

Mit 19 lernte ich meinen ersten Mann kennen. Es wäre zu auschweifend all die Dinge zu erzählen. Die ersten Jahre hatten wir kaum Streit wegen uns. Eher auf Grund des Umfeldes. Seine Mutter war schwer psychisch krank, sein Vater ein schlimmerer Alkoholiker als meiner. Seine Schwester wurde systematisch ans Haus gefesselt und wurde logischer weise auch zur Alkoholikerin. Komischerweise hat mein Mann zu der Zeit nur wenig getrunken, oder ich hab es mir schön geredet. Ich weiß es nicht. Wir bekamen zwei wunderbare Wunschkinder und ich lebte in dem Glauben glücklich zu sein. Meine Kinder waren alles für mich, leider mussten sie aber schon bald mit einer depressiven Mutter leben.

Erst starb seine Schwester viel zu früh und ich hatte mit der Gefühlkälte in dieser Familie schwer zu kämpfen. Dann hatte ich den Krebstod meines Vaters nicht verarbeitet. Das war dann auch der Grund dafür, das ich in die psychosomatische Klinik musste.Es gab viele Gründe, aber das war der auslösende Moment, mein Leben auf den Prüfstand zu stellen und neu zu beginnen