Dies und das. Mal schaun von was


Man kann was tun!

Ein Fußballer nimmt sich das Leben! Depressionen!

Ein Flugzeugkapitän nimmt sich und 150 Menschen das Leben!

Ein Skispringer bekennt sich zu seinen Depressionen!

Es gibt Millionen „kleiner Leute“ die mit dieser Diagnose leben müssen und trotzdem ihr Leben meistern. Die Akzeptanz dieser Diagnose stößt noch immer auf Widerstand. „Ja, da hab ich Verständnis für“ hört man oft. Aber wehe dieser Jemand erhält selbst die Diagnose. Dann heißt es auf einmal: „Nee nee. Ich bin doch nicht bekloppt!“ Einigermaßen Mitfühlen können nur die, die diese Hölle selbst durchlebt haben.Und selbst dann ist es schwierig den anderen zu verstehen.

Aber Akzeptanz in der Umwelt ist nach wie vor selten. Je länger dieser Zustand andauert um so mehr verliert man die Hoffnung. Stück für Stück. Die Hoffnung ist oft das letzte was bleibt und die darf man nicht verlieren. Dann ist es wichtig die Dinge zu überdenken und neue Wege zu finden. Seit ich 34 Jahre alt war begleitet mich diese Diagnose. Ja man kann geheilt werden, aber: Man kann auch jederzeit wieder daran erkranken. Die Gesellschaft um uns herum heuchelt Verständnis, aber offen darüber geredet wird nur, wenn es mal wieder einen Prominenten gibt, der sich öffentlich dazu bekennt. Es ist sicherlich wichtig um die Dinge zu verstehen und auch der Bevölkerung nahe zu bringen, oft ist es nach ein paar Wochen dann kein Thema mehr. Mich ärgert das, denn obwohl ich offen mit meiner Krankheit und diesen Depressionen umgehe, habe ich immer noch Menschen in meinem Umfeld die mich nach wie vor als Bekloppt abstempeln.

Auch wenn ich knapp davor stand: Ich bin nicht zum Selbstmörder geworden! Ich habe die Hoffnung gewahrt, auch wenn es nicht immer einfach war. Immer wenn ein Prominenter sich umbrachte oder andere schlimme Dinge geschehen, wird das Thema aktuell. Dann wird spekuliert warum, weshalb und was hätte man tun können?

Reden! Vorurteile abbauen, Menschen in Einsamkeit beistehen. Reden ist so wichtig. Man wird einsam, wenn die Menschen um uns herum kein Verständnis haben. Ich gebe zu, es ist verdammt schwierig jemandem Verständnis entgegen zu bringen, der vielleicht selbst nicht weiß was mit ihm los ist. Aber spätestens wenn bekannt ist, das eine Depression im Spiel ist, kann man diesem Menschen aus der Einsamkeit heraushelfen.

Ich sage nicht das das einfach ist.Nein, ist sogar manchmal sehr schwer und belastend. Depressionen kommen nicht von heute auf morgen. Es gibt Vorgeschichten, die dazu führen. Diese Geschichte möchte ich Ihnen erzählen. Ursprünglich wollte ich mein Buch „Ich sah in den Spiegel und erkannte mich nicht“ neu auflegen. Einfach abtippen und im Selbstverlag veröffentlichen.

Beim Lesen dieser Seiten wurde mir klar, das vieles sich nicht erklärt. Es braucht mehr Informationen. Wie kann jemand meinen Männerhass, der mich zeitweise zu einer ungenießbaren Frau werden ließ, verstehen, wenn er nicht weiß, was ich als Kind erlebte. Wie kann jemand Entscheidungen verstehen, wenn man den Menschen hinter diesen Entscheidungen nicht kennt? Also beschloss ich meine Geschichte neu zu schreiben.

Diesmal von Anfang an bis zum heutigen Tage. Die spannenden Geschichten schreibt das Leben selbst. Meine Hoffnungen, mein Streben nach vorne, nicht nach hinten zu denken und immer wieder der Fall ins Nichts. Gescheiterte Ehe, Kinder die man zurück lassen muss, zweite Ehe die von Anfang an auf Lügen aufgebaut war, wieder Neuanfang. 3 Mal der Fall ins Nichts, Aufrappeln, Hoffnung nicht verlieren, Krebserkrankung und und und....

Depressionen kenne ich zu genüge. Ich hab gelernt damit zu leben und mir Hilfe zu holen, wann immer ich sie brauche. Deshalb darf hier auch mein Buch nicht fehlen. Es ist leider nach 14 Jahren aus dem Verlag genommen worden. Ich lasse es hier wieder auferstehen. Ein  wenig überarbeitet, vieles Hintergrunswissen hinzugefügt (das werde ich bei dem Arbeiten mit dem Buch machen) aber vom Inhalt der gleiche. Dauert halt seine Zeit bis es hier online sein wird.